Pflegegrad zu niedrig? – Was nun?

Handwerkszeug für die Bewertung des Gutachtens: Die Richtline zur Pflege-Begutachtung

Schon ein winziger Fehler im Gutachten kann weitreichende Folgen haben: Es wird ein zu niedriger Pflegegrad festgestellt. Nach dem Pflegegrad bemessen sich die Leistungen der Pflegeversicherung. Deshalb bekommt der Pflegebedürftige bei einer zu niedrigen Einstufung nicht die Leistungen, die er braucht.

Aber was können Sie tun, wenn der Pflegegrad nicht richtig festgestellt wurde?

Gegen die Feststellung können Sie innerhalb eines Monats Widerspruch erheben; dazu reicht ein einfaches Schreiben an die Pflegeversicherung. Das einzige, was Sie beachten sollten, ist: Der Eingang des Schreibens bei der Pflegeversicherung sollte dokumentiert werden, das ist z.B. bei einem Einschreiben oder einem Fax (mit Sendebericht) der Fall.

Eine Begründung ist nicht vorgeschrieben, aber sinnvoll: Denn nur so weiß die Pflegeversicherung, was Sie stört. Typische Beispiele dafür sind: Einschränkungen des Pflegebedürftigen tauchen im Gutachten gar nicht auf oder wurden nicht richtig beurteilt. Daher sollte eine gute Widerspruchsbegründung möglichst nah am Sachverhalt und möglichst nah an den Richtlinien für die Begutachtung der Pflegebedürftigkeit argumentieren

Außerdem sollten in der Begründung die richtigen Schwerpunkte gesetzt werden. Die Punktvergabe im Gutachten erfolgt in zwei Stufen und ist ziemlich kompliziert. Sie kann aber zu merkwürdigen Ergebnissen führen: Ein kleiner Fehler an der richtigen Stelle kann unter Umständen ausreichen, um den Pflegegrad zu erhöhen – auch wenn ziemlich viele Punkte zu diesem Pflegegrad fehlen. Leider kann das auch umgekehrt gelten: Mehrere gravierende Fehler an der falschen Stelle müssen noch lange nicht zu einem höheren Pflegegrad führen.

In den meisten Fällen wird die Pflegeversicherung ein neues Gutachten in Auftrag geben. Der neue Gutachter sollte dabei sein besonderes Augenmerk auf die Punkten legen, die Sie stören. Das wird ihm besonders leicht fallen, wenn das Gutachten durch eine passende Widerspruchsbegründung vorbereitet wurde.

 

„Nehmen Sie das Widerspruchsverfahren ernst! Wenn Sie hier Erfolg haben, bleiben Ihnen der Stress und die Kosten eines (langwierigen) Sozialgerichtsverfahrens erspart.“

 

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Ich prüfe den Bescheid der Pflegekasse und zeige Ihnen Potentiale für eine Verbesserung des Pflegegrades auf. Kosten: 90,00 €.
Wenn Sie wünschen, vertrete ich Sie danach im Widerspruchsverfahren.

Sie haben Fragen zur Sache oder zu den Kosten? – Dann rufen Sie mich gerne an!